Energy-Sharing

Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihre Abrechnung über die Kosten des verbrauchten Stroms in den Händen.

Es ist wieder deutlich mehr geworden. Alles Sparen hilft nicht in ausreichendem Maß.

Ihr Nachbar hat eine Solaranlage und produziert seinen Strom selbst, mehr noch: Er hat mehr Strom, als er verbrauchen kann! Für die Einspeisung bekommt Ihr Nachbar um die 10 Cents pro Kilowattstunde. Ihr Strom dagegen kostet Summa summarum 35 Cents. Wenn Sie Ihrem Nachbar diesen Strom für 20 Cents abkaufen könnten, hätten Sie Beide etwas davon.

  • Die illegale Methode:
    Ihr Nachbar legt ein Kabel zu Ihnen und Sie speisen den Strom bei sich ein (Hinter dem Zähler, auf Ihrer Seite). Bei kleinen Fehlern in den Leitungen knallt es dann richtig, weshalb dies verboten ist.

  • Die legale Methode:
    Ihr Nachbar und Sie sind Mitglieder in unserer Genossenschaft EMM eG. Ihr Nachbar und Sie lassen ein Smartmeter (ein Zähler vor dem Zähler) bei sich installieren. Die EMM eG oder ein von ihr beauftragtes Unternehmen verwaltet die Strommengen, die über das öffentliche Stromnetz zwischen Ihnen ausgetauscht werden. Will sagen: Sie schließen mit Ihrem Nachbarn einen Vertrag über Preis und Menge der Stromleistung. Die Verwaltungsgesellschaft stellt die Rechnung. Sie zahlen für den gelieferten Strom etwas weniger als bei Bezug von Ihrem Versorger und Ihr Nachbar bekommt dafür etwas mehr als bei Einspeisung ins Netz.

Soweit der Traum, der Wecker klingelt:

  • Der Strom wird über das öffentliche Netz ausgetauscht, auch wenn Sie Wand an Wand mit Ihren Nachbarn leben. Es werden die üblichen Netzentgelte zusätzlich zu den bereits bezahlten fällig.
  • Auch auf Solarstrom wird eine CO2– Abgabe erhoben.
  • Das ganze wird dann noch versteuert.

Es bleibt dennoch etwas übrig – Wie viel hängt davon ab, wie die Ausführungsbestimmungen zum neuen Gesetz aussehen. Die aktuelle Lobbytante hat schon mehr als einmal fortschrittliches, demokratisches Gebaren im Stromsektor mit Füßen getreten. Wir warten ab und bleiben am Ball.